Merken Manchmal braucht man keine Tomatensauce, um eine perfekte Pizza zu backen. An einem Freitagabend hatte ich Lust auf etwas Leichteres, und in meinem Kühlschrank warteten Ricotta und frischer Spinat darauf, verwendet zu werden. Ich experimentierte mit Knoblauchbutter als Basis, und was dabei herauskam, war so cremig und aromatisch, dass ich die klassische Margherita keinen Moment vermisste. Der Duft von geröstetem Knoblauch füllte die Küche, während der Käse goldbraun wurde. Seitdem ist diese Pizza mein Lieblingsrezept, wenn ich Gäste beeindrucken möchte, ohne stundenlang in der Küche zu stehen.
Ich erinnere mich an den Abend, als meine Schwester spontan vorbeikam und ich eigentlich nichts Besonderes geplant hatte. Während der Ofen vorheizte, erzählte sie von ihrer Reise nach Rom, und ich bereitete diese Pizza vor. Als sie aus dem Ofen kam, mit dem blubbernden Mozzarella und dem Duft von Petersilie, verstummte sie mitten im Satz. Wir aßen schweigend die ersten Stücke, dann lachten wir beide, weil wir gleichzeitig sagten, dass das besser war als erwartet. Seitdem fragt sie jedes Mal nach dieser Pizza, wenn sie zu Besuch kommt.
Zutaten
- Dünner Pizzateig: Ein dünner Boden wird schön knusprig und lässt die Beläge im Vordergrund stehen, verwende ruhig einen fertigen, wenn es schnell gehen soll.
- Ungesalzene Butter: Die Basis für die Knoblauchbutter, ungesalzen gibt dir volle Kontrolle über den Salzgehalt der gesamten Pizza.
- Knoblauchzehen: Frisch gehackt entfalten sie beim sanften Anbraten ihr volles Aroma, ohne bitter zu werden.
- Frische Petersilie: Optional, aber sie gibt der Knoblauchbutter eine frische, kräutrige Note, die wunderbar duftet.
- Ricotta: Cremig und mild, bildet er die perfekte Basis und wird beim Backen leicht fest, ohne auszutrocknen.
- Frischer Spinat: Grob gehackt und kurz angebraten, verliert er seine Bitterkeit und fügt eine erdige Frische hinzu.
- Olivenöl: Zum Anbraten des Spinats, es verstärkt den mediterranen Geschmack und verhindert das Anhaften.
- Mozzarella: Gerieben schmilzt er gleichmäßig und sorgt für diese herrlichen goldbraunen Stellen.
- Parmesan: Frisch gerieben gibt er eine salzige, nussige Tiefe, die den milden Ricotta perfekt ergänzt.
- Rote Chiliflocken: Eine Prise bringt eine dezente Schärfe, die überraschend gut zu Spinat und Käse passt.
Anleitung
- Ofen ordentlich vorheizen:
- Heize den Ofen auf 245 °C vor und lege einen Pizzastein oder ein Backblech hinein. Die hohe Hitze sorgt dafür, dass der Boden knusprig wird und nicht durchweicht.
- Spinat kurz andünsten:
- Erhitze Olivenöl in einer Pfanne bei mittlerer Hitze, gib den gehackten Spinat mit einer Prise Salz hinzu und brate ihn 2 bis 3 Minuten, bis er gerade zusammenfällt. Nimm ihn vom Herd und lass ihn auf einem Teller abkühlen, damit er nicht zu viel Feuchtigkeit auf die Pizza bringt.
- Knoblauchbutter zubereiten:
- Schmelze die Butter in einem kleinen Topf bei niedriger Hitze, füge den gehackten Knoblauch hinzu und brate ihn etwa eine Minute, bis er duftet. Rühre die Petersilie unter, falls du sie verwendest, und nimm den Topf sofort vom Herd.
- Teig mit Knoblauchbutter bestreichen:
- Lege den Pizzateig auf ein Stück Backpapier und bestreiche die gesamte Oberfläche gleichmäßig mit der warmen Knoblauchbutter. Lass einen schmalen Rand frei, damit er schön aufgeht und knusprig wird.
- Ricotta verteilen:
- Setze kleine Kleckse Ricotta gleichmäßig auf den Teig, drücke sie nicht platt, sondern lass sie in kleinen Häufchen liegen. So bekommst du beim Backen schöne cremige Inseln.
- Spinat und Gewürze hinzufügen:
- Verteile den abgekühlten Spinat über dem Ricotta und streue schwarzen Pfeffer darüber. Achte darauf, dass alles gleichmäßig verteilt ist, damit jeder Bissen ausgewogen schmeckt.
- Käse darüberstreuen:
- Bestreue die Pizza mit Mozzarella und Parmesan, und füge bei Bedarf eine Prise Chiliflocken hinzu. Der Käse sollte die Oberfläche bedecken, aber nicht erdrücken.
- Pizza backen:
- Schiebe die Pizza mitsamt Backpapier vorsichtig auf den heißen Stein oder das Blech und backe sie 12 bis 15 Minuten. Sie ist fertig, wenn der Rand goldbraun ist und der Käse Blasen wirft.
- Kurz abkühlen lassen und servieren:
- Nimm die Pizza aus dem Ofen und lass sie zwei Minuten ruhen, bevor du sie schneidest. So bleibt der Belag an Ort und Stelle und verbrennt dir nicht die Zunge.
Merken Es gibt diesen Moment, wenn du die Pizza aus dem Ofen holst und alle am Tisch verstummen, weil der Duft so verlockend ist. Einmal habe ich diese Pizza für Freunde gemacht, die überzeugt waren, dass Pizza ohne Tomatensauce nicht funktioniert. Nach dem ersten Bissen nickten sie nur stumm, und einer sagte leise, dass er nie wieder Tomaten auf Pizza brauchen würde. Solche Momente machen das Kochen für mich so besonders, wenn ein einfaches Gericht jemanden umstimmt und zu einer gemeinsamen Erinnerung wird.
Die richtige Teigwahl
Ein dünner Teig ist hier wirklich entscheidend, weil er knusprig wird und die cremigen Beläge nicht überwältigt. Ich habe sowohl fertigen als auch selbstgemachten Teig ausprobiert, und ehrlich gesagt, funktionieren beide hervorragend. Wenn du Zeit hast, lohnt sich ein selbstgemachter Teig mit nur wenig Hefe und langer Gehzeit, er bekommt dann diese luftigen Blasen am Rand. Aber an hektischen Abenden greife ich ohne schlechtes Gewissen zum fertigen Teig aus dem Kühlregal. Hauptsache, er ist dünn ausgerollt und wird auf einem richtig heißen Stein gebacken.
Variationen und Extras
Du kannst diese Pizza nach Lust und Laune anpassen, ohne das Grundrezept zu verlieren. Ich habe schon dünne Scheiben rote Zwiebel hinzugefügt, die beim Backen süßlich karamellisieren und eine tolle Kontrast geben. Getrocknete Tomaten bringen eine intensive, leicht säuerliche Note, die wunderbar zu Ricotta passt. Einmal habe ich frische Rucola nach dem Backen darübergestreut, das gab eine pfeffrige Frische und sah auch noch toll aus. Experimentiere ruhig, diese Pizza verzeiht viel und belohnt dich mit neuen Lieblingskombinationen.
Serviervorschläge und Begleitung
Diese Pizza ist leicht genug, um sie mit einem knackigen grünen Salat zu servieren, der ein bisschen Zitronensaft und gutes Olivenöl verträgt. Ein gekühlter Pinot Grigio oder ein trockener Weißwein passt perfekt dazu, die Säure schneidet durch die Cremigkeit des Käses. Manchmal mache ich auch eine kleine Schale mit Balsamico und Olivenöl zum Dippen des Randes. Wenn du es herzhafter magst, kannst du ein paar marinierte Oliven oder eingelegte Paprika als Beilage reichen.
- Schneide die Pizza in kleine Quadrate statt Dreiecke für eine entspannte Fingerfood Variante bei Partys.
- Reste kannst du am nächsten Tag kalt essen, der Ricotta bleibt überraschend cremig.
- Falls du den Teig selbst machst, friere übrige Teiglinge ein, so hast du immer einen Vorrat für spontane Pizzaabende.
Merken Diese Pizza ist mehr als nur ein schnelles Abendessen, sie ist eine Einladung, mit Aromen zu spielen und zu entdecken, wie wenig man manchmal braucht, um etwas Wunderbares zu schaffen. Gönn dir diesen Moment, wenn du das erste Stück anhebst und der geschmolzene Käse Fäden zieht.